TELEGRAMM: Medikamentöse Therapie besser als Stent bei symptomatischer intrakranieller Stenose

Diese randomisierte Studie, in der Personen mit einer symptomatischen intrakraniellen Stenose entweder mit einem Stent und Medikamenten oder mit Medikamenten allein – Clopidogrel (z.B. Plavix®) plus Acetylsalicylsäure (z.B. Aspirin®) – behandelt wurden, wurde vom Sponsor aufgrund der schlechten Ergebnisse einer anderen Studie nach der Behandlung von 118 von 250 vorgesehenen Teilnehmenden vorzeitig abgebrochen. Der primäre «Safety»-Endpunkt – die Kombination von Schlaganfall, Tod oder intrakranieller Blutung innerhalb von 30 Tagen nach Randomisierung – war bei 14 von 58 Personen (24%) der Stentgruppe und 5 von 53 Kontrollen (9%) eingetreten, eine intrakranielle Blutung in den ersten 30 Tagen bei 5 von 58 (9%) bzw. 0 von 53. Der primäre Endpunkt nach einem Jahr – eine Kombination von Schlaganfall oder schwerer TIA im Ausbreitungsgebiet des betroffenen Gefässes – wurde in 21 von 85 Fällen (36%) mit einem Stent bzw. 8 von 53 Kontrollen (15%) erreicht. Der Studienabbruch war also definitiv berechtigt! 

Telegramm von Niklaus Löffel

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Medikamentöse Therapie besser als Stent bei symptomatischer intrakranieller Stenose ( 2015)