TELEGRAMM: Überbehandeltes Prostatakarzinom bei gutsituierten Männern

Bei Männern, bei denen durch PSA-Screening ein Prostatakarzinom mit niedrigem Risiko (klinisches Stadium T1c, Gleason-Score≤6, PSA<10 ng/ml) diagnostiziert wurde, ist beobachtendes Zuwarten («watchful waiting» oder «active surveillance») meist die bessere Option als eine sofortige, radikale chirurgische oder Radiotherapie mit den relativ bedeutsamen objektiven und subjektiven Nebenwirkungen. Trotzdem wurden zwischen 2004 und 2010 von 39'803 amerikanischen Männern 64% radikal behandelt. Das Risiko für diese Übertherapie war für weisse verheirate Männer mit höherem sozioökonomischem Status (Einkommen, Ausbildung) und einer guten Krankenversicherung erhöht. 

Telegramm von Renato L. Galeazzi

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Überbehandeltes Prostatakarzinom bei gutsituierten Männern ( 2015)