TELEGRAMM: Nikotinpflaster bei Schwangeren wirkungslos

Je 203 Schwangere im Alter von mindestens 18 Jahren (12. bis 20. SSW), die pro Tag fünf oder mehr Zigaretten rauchten, erhielten randomisiert entweder einen Patch mit Nikotin oder Placebo. Der Nikotingehalt des Patchs wurde in Abhängigkeit von der bei den Frauen im Speichel gemessenen Cotininkonzentration (Abbauprodukt des Nikotins) festgelegt. Eine komplette Nikotinabstinenz von Therapiebeginn bis Ende Schwangerschaft erreichten je 5% der Frauen in beiden Gruppen. 42% bzw. 37% konnten während der Studiendauer ihren Nikotinkonsum auf mindestens 50% reduzieren (Unterschied nicht signifikant). Auch das durchschnittliche Geburtsgewicht der Neugeborenen beider Gruppen unterschied sich nicht. In der Gruppe mit dem Nikotinpatch fand man eine leichte diastolische Blutdruckerhöhung, die aber nie einen pathologischen Wert erreichte, und mehr kutane Reaktionen. Das durchschnittliche Geburtsgewicht der Kinder von total 21 Frauen, die während der kompletten Studiendauer ganz mit Rauchen aufgehört hatten, war signifikant höher mit 3'364 g im Vergleich zu 3'021 g der Kinder der restlichen Frauen.

Telegramm von Niklaus Löffel

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Nikotinpflaster bei Schwangeren wirkungslos ( 2015)