TELEGRAMM: Uni- oder bilaterale Mastektomie bei Mammakarzinom?

Bei 189'734 Frauen des kalifornischen Krebsregisters, die wegen eines unilateralen Mammakarzinoms behandelt wurden, nahm die bilaterale Mastektomie von 2% im Jahr 1998 auf 12% im Jahr 2011 zu, bei den unter 40-jährigen Frauen im gleichen Zeitraum von 4% auf 33%. Im Vergleich zu einer brusterhaltenden Chirurgie mit nachfolgender Strahlentherapie (10-Jahresmortalität 16,8%) war die unilaterale Mastektomie mit einer höheren Gesamtmortalität assoziiert (HR 1,35; 95% CI 1,32-1,39; 10-Jahresmortalität 20,1%), die bilaterale Mastektomie dagegen nicht (HR 1,02; 95% CI 0,94-1,11; 10-Jahresmortalität 18,8%). Ob die Entwicklung in der Schweiz in die gleiche Richtung geht, ist nicht bekannt. Es könnte sich hier mindestens teilweise um einen «Angelina-Jolie-Effekt» handeln.

Telegramm von Niklaus Löffel

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Uni- oder bilaterale Mastektomie bei Mammakarzinom? ( 2015)