INTERNET CORNER: Blogging

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  • Zusammengefasst von: Etzel Gysling
  • infomed screen Jahrgang 18 (2014) , Nummer 3
    Datum der Ausgabe: Juni 2014

Blogging und Blogs gehören für viele junge Leute so sehr zum Alltag, dass sie weder eine Definition noch Anwendungshinweise benötigen. Blogging bzw. das Lesen von Blogs anderer Leute kann aber für jedermann nützlich sein, auch im medizinischen Bereich. Ich habe deshalb hier etwas Basiswissen zum Blogging zusammengestellt.

In der einfachsten Form entspricht ein Blog («Weblog») einem Online-Tagebuch. Dieses kann vollständig privat (nur für den eigenen Gebrauch) bleiben, einem ausgewählten Kreis von Leserinnen und Lesern vorbehalten oder auch der Allgemeinheit frei zugänglich sein. Blogs sind also primär im Web aufbewahrte Texte, die Links zu anderen Texten oder weiteren Webinhalten enthalten können. Auch Fotos und andere Medieninhalte können in Blogs aufbewahrt werden. Da dies alles – so man denn Zugang zum Internet hat – kostenlos erfolgen kann, sind Blogs eine Art von Websites für jedermann. So ist der Begriff «Blog» heute quasi zu einem Allerweltsgefäss geworden, in dem sich die verschiedensten Inhalte finden.

Unter den Millionen von Blogs, die frei zugänglich sind, finden sich auch zahlreiche medizinische Blogs. In den Blogs, die im Rahmen von medizinischen Portalen veröffentlicht werden, sind manchmal die Meinungsäusserungen einzelner Persönlichkeiten lesenswert. Das British Medical Journal (BMJ) hat eine umfangreiche Blog-Kollektion, in der Personen aus allen medizinischen Bereichen zum Wort kommen (http://blogs.bmj.com/bmj/). Ein Beispiel: Jim Murray, der früher eine Konsumentenorganisation geleitet hat, äussert sich kritisch zu neuen Plänen der europäischen Arzneimittelbehörde bezüglich der Transparenz bei klinischen Studien (http://goo.gl/8lH1si). Viele andere Zeitschriften offerieren Blogs; z.B. publiziert das Swiss Medical Weekly seine Abstracts in Form eines Blogs (http://blog.smw.ch/). Eine grosse Liste medizinischer Blogs findet sich bei «Life in the fast Lane» (http://lifeinthefastlane.com/resources/stuff-we-read/). 

Amüsant, aber nicht immer wohlwollend ist der Blog von Dr. Grumpy (http://drgrumpyinthehouse.blogspot.ch/).

Wer nun selbst einen Blog führen möchte, hat die Qual der Wahl zwischen zahlreichen kostenlosen (oder kostengünstigen) Blog-Plattformen. Es bestehen viele Unterschiede zwischen den Angeboten; am besten probiert man das eine oder andere aus, bevor man sich entscheidet. Am bekanntesten ist Wordpress (http://wordpress.org/); populär sind auch Tumblr (http://tumblr.com/) und, von Google, Blogger (https://www.blogger.com/). In Lifehacker findet sich eine einigermassen aktuelle Übersicht zu den wichtigsten Angeboten (http://goo.gl/v2GTvy). Attraktiv am Blogging ist unter anderem, dass man auch vielfältige Möglichkeiten des Meinungsaustausches hat. Viele Plattformen lassen sich zudem auf «gewöhnlichen» Computern wie auch auf Tablets und Smartphones verwenden. 

Vielleicht möchte man aber in erster Linie ein privates Journal führen – dann ist wahrscheinlich Penzu die geeignetste Adresse (http://penzu.com/home). Auch Penzu kann ohne weiteres zuerst ausprobiert werden und auch in Penzu kann man Inhalte selektiv der Öffentlichkeit freigeben.

Etzel Gysling

Standpunkte und Meinungen
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infomed-screen 18 -- No. 3
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Blogging (Juni 2014)