Therapie der Rosazea

  • Autor(en): Alexandra Röllin
  • pharma-kritik-Jahrgang 38 , Nummer 5, PK995
    Redaktionsschluss: 22. August 2016
    DOI: https://doi.org/10.37667/pk.2016.995
  • Bei der Rosazea ist das Vermeiden auslösender Faktoren wichtig. Eine papulopustulöse Rosazea wird lokal am besten mit Metronidazol oder Azealinsäure behandelt. Ist eine systemische Therapie notwendig, so ist Doxycyclin das Mittel der Wahl. Die Behandlung anderer Rosazea-Formen ist schwieriger und oft unbefriedigend.

Die Rosazea ist eine chronische Hauterkrankung des mittleren Lebensalters. Sie ist charakterisiert durch ein chronisch-entzündliches Exanthem des Gesichtes, welches typischerweise symmetrisch die Wangen, die Nase, das Kinn und die zentrale Stirne befällt. Die Angaben zur Prävalenz der Erkrankung variieren je nach untersuchter Population und Art der zugrundeliegenden epidemiologischen Methode zwischen 2 und 10%. Die Erkrankung tritt bei Frauen und bei Menschen mit hellem, nordischem Hauttyp deutlich häufiger auf.(1,2) Obwohl seit unserer letzten Übersicht zu diesem Thema vor 25 Jahren neue Erkenntnisse gewonnen wurden, ist die Ursache der Rosazea noch immer nicht restlos geklärt.(3) Heute geht man von einem multifaktoriellen Geschehen aus, bei dem eine gesteigerte Immunerkennung der Keratinozyten und die übermässige Produktion von antimikrobiellen Peptiden, insbesondere von Cathelicidin LL-37, eine Schlüsselrolle spielen. Verschiedene Faktoren – wie UV-Einstrahlung, gestörte Barrierefunktion der Haut, vermehrte Talgdrüsenaktivität (Seborrhoe), Besiedelung mit Demodex-Milben u.a. – führen bei genetisch prädisponierten Personen zur vermehrten Produktion von Cathelicidinen und anderen Entzündungsproteinen, die ihrerseits eine chronische Entzündungsreaktion und neurovaskuläre Dysregulation zur Folge haben.(4,5) Seit 2002 existiert eine international akzeptierte Einteilung in vier Unterformen Die erythematös-teleangiektatische Form der Rosazea zeichnet sich entweder durch ein anfallsartiges Erröten (Flush) oder eine persistierende H

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Therapie der Rosazea (22. August 2016)
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pharma-kritik, 38/No. 5
PK995